ECDI-Arzt hilft Kindern in Ostafrika

ECDI-Arzt hilft Kindern in Ostafrika

Als kompetenten Facharzt für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie, als erfahrenen Implantologen und als versierten Experten für plastische Chirurgie kennen und schätzen ihn die Patientinnen und Patienten in der renommierten Münchner Praxis MKG-Tal 13. Doch die anspruchsvolle, stets höchste Konzentration erfordernde Arbeit in der bayerischen Metropole ist nicht alles, was den ECDI-Mediziner antreibt und motiviert. Es gibt ein zweites Berufsleben für Dr. Dr. Dr. Oliver Blume, und das lebt er in Afrika.

Seit zehn Jahren operiert der gebürtige Delmenhorster zwei Mal im Jahr jeweils 14 Tage lang im Team mit weiteren Kollegen an der Universität von Mbarara in Uganda Patienten, vor allem Kinder, die unter schweren Entstellungen leiden. Es sind meist Jungen und Mädchen mit Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten – ein Defekt, mit dem in Deutschland jährlich etwa 1 500 Babys geboren werden. Doch während hierzulande eine gute medizinische Versorgung derartiger Defekte Standard ist und die Betroffenen ein normales soziales Leben führen können, werden Kinder in Ostafrika mit dieser Behinderung nur selten akzeptiert, sondern oft ausgegrenzt – von der Gesellschaft, der Familie, den anderen Kindern. Oft leiden sie nicht nur psychisch unter ihrem Handicap und unter ihrer Sprachbehinderung, sie sind in vielen Fällen als Außenseiter auch unterernährt und haben geringe Aussichten auf eine Schulausbildung.

ECDI Engagement & Hilfe

ECDI Engagement & Hilfe

Weiterer Ausbau des Engagements

Die Organisation, für die sich Oliver Blume mit seiner Arbeit engagiert, ist die Deutsche Cleft Kinderhilfe e. V. Sie fördert auf der ganzen Welt die Behandlung von Kindern mit Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten. Spendengelder machen es möglich, dass betroffene Patienten wirksame und kompetente Behandlung bekommen. Jedes Jahr können so etwa 3 500 Operationen durchgeführt werden.

Der 48-jährige Kieferchirurg, selbst Vater eines dreijährigen Sohns, will sein Engagement nun weiter ausbauen. Nachdem er bisher in Uganda nicht nur selbst operierte, sondern auch einheimische Mediziner ausbildete, will er nun auch Kindern im Ruanda helfen. In der Hauptstadt Kigali soll das erste Zentrum für Spaltchirurgie in Ruanda/Ostafrika entstehen.

Zwischen 50 und 100 Patienten kann Oliver Blume bei jedem seiner Einsätze in Afrika helfen. Die Frage nach der Motivation für sein großes Engagement beantwortet er mit einfachen und klaren Worten: „Diese Menschen müssen großes Leid und Armut ertragen. Aber sie verlieren nie ihre Würde. Dafür bewundere ich sie. Und darum helfe ich.

Deutsche Cleft Kinderhilfe e.V.
www.cleft-kinder-hilfe.de
Bank für Sozialwirtschaft
Konto: 84 84 200 BLZ 251 205 10
http://www.mkg-tal13.de/dr-dr-dr-oliver-blume.cfm

Junger Afghane von Knochengeschwulst befreit

In seiner Heimat hatte er keine Chance auf Heilung. Freidun Mohammed Nazim Fazel, ein 22 Jahre alter Afghane, litt unter einem selten vorkommenden schweren Gewebsdefekt im Unterkiefer. Die Erkrankung wird als fibröse Dysplasie bezeichnet. Sie führt zu geschwulstartigen Wucherungen des Knochengewebes und trifft meist Kinder und Jugendliche. Treten solche Deformationen im Kopfbereich auf, kommt es für den Patienten nicht nur zu erheblichen Beeinträchtigungen beim Essen und Trinken, sondern oft auch zu sozialen Ausgrenzungen. Behandlungsversuche in der Hauptstadt Kabul waren gescheitert, als der junge Mann von einer Hilfsorganisation nach Deutschland gebracht wurde.

Dr-Dr-Gregor-Hundeshagen-Dessau

ECDI-Arzt Dr. Dr. Gregor Hundeshagen aus Dessau

Der ECDI-Arzt Dr. Dr. Gregor Hundeshagen aus Dessau zögerte keine Sekunde, als die deutschen Gasteltern des jungen Afghanen kompetente medizinische Hilfe für ihren Schützling suchten. Der Implantologe, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg und Spezialist für plastische, rekonstruktive und ästhetische Gesichtschirurgie erklärte sich sofort bereit, Freidun kostenlos zu operieren.

Aufwändige und komplizierte Operationen

Aufwändige und komplizierte Operationen

Aufwändige und komplizierte Operationen

In drei bis zu fünf Stunden dauernden Eingriffen entfernte Dr. Dr. Hundeshagen, unterstützt von seinem Team, zunächst einen großen Teil des linken Unterkiefers und setzte seinem Patienten eine Spange aus Titan ein. Zusätzlichen Halt und Volumen brachte ein eingepflanztes Knochenfragment aus dem Beckenkamm. Beim dritten Eingriff wurde eine aufwändige Brückenkonstruktion eingesetzt, die von einem Speziallabor angefertigt worden war. „Ohne die Unterstützung von Laboren, Krankenhauskollegen, Röntgenärzten, Apotheken und weiteren Helfern wäre die ganze Aktion nicht möglich gewesen“, bedankt sich Dr. Dr. Hundeshagen für die Unterstützung.
Eine kaum auffallende Narbe am Kinn ist heute Freiduns Erinnerung an seine Erkrankung. Der ECDI-Arzt freut sich für seinen Patienten: „Er hat in der für ihn fremden Umgebung alles tapfer über sich ergehen lassen und kann nun auch ein normales soziales Leben in seiner Heimat führen.

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