Implantate im Ausland



Eine seriöse, kompetent ausgeführte Zahnimplantation in Deutschland hat ihren Preis: Mit mindestens 2000 Euro ist bei einem Backenzahnimplantat zu rechnen, sofern kein spezieller Knochenaufbau erforderlich ist. Gestaltet sich die Versorgung schwieriger, verursacht der erhöhte Aufwand auch höhere Kosten. Der Lohn einer bestmöglichen Versorgung durch einen erfahrenen Implantologen ist der nachhaltige Behandlungserfolg – das Implantat erfüllt jahrzehntelang seinen Zweck.

Doch geht es nicht auch billiger? Glaubt man den Versprechungen von Werbebannern im Internet und diversen Berichten in Patientenforen, ist das Einsetzen von Zahnimplantaten in bestimmten anderen Ländern deutlich günstiger – bei vergleichbarer Qualität, versteht sich.

Mehr noch: Anreise, Hotelzimmer, Shuttleservice und weitere Extras sind in etlichen Angeboten zusätzlich zur eigentlichen Behandlung ebenfalls enthalten – all-inclusive-Implantate sozusagen. Kein Wunder, dass sich ein regelrechter Auslands-Zahntourismus entwickelt hat. Dessen Destinationen liegen zumeist in osteuropäischen Ländern, aber auch in Asien, vor allem in Thailand.

Wie sind solche „Implantat-Schnäppchen“ möglich?

Die teils erstaunlichen Differenzen bei den Behandlungskosten im Vergleich zu einer Implantation in Deutschland erklären sich oft schon durch die weitaus geringeren Personalkosten. Mitarbeiter in den Praxen und Kliniken bekommen weitaus weniger Lohn, auch deutlich geringere Sozialabgaben fallen ins Gewicht. Dazu kommen allgemein niedrigere Unterhalts- und Betriebskosten. Zusätzlich wird oft auch Implantat-Material verwendet, dessen Qualität nicht den anerkannten Standards entspricht.

So kann eine zunächst preiswerte Zahnimplantation im Ausland unangenehme Folgen haben. Bemerkenswert ist, dass sich parallel zum Implantat-Tourismus immer häufiger Patienten bei den Implantologie-Spezialisten der ECDI vorstellen, die nach einer Zahnimplantation im Ausland früher oder später über teils massive Defekte und Komplikationen klagen. Die dann erforderlichen Korrekturen sind oft aufwändig und langwierig – und entsprechend kostenintensiv.

Welche Risiken kann eine vermeintlich günstige Zahnimplantation im Ausland bergen?

1. Ausreichende Informationen über Kompetenz und Erfahrung des behandelnden Arztes lassen sich oft nur schwer erhalten bzw. die Angaben sind nicht transparent. Es sollte aber gesichert sein, dass es sich um einen geschulten Implantologen mit entsprechendem Ausbildungsnachweis handelt.

2. Statt einer sicheren Diagnostik und der darauf gründenden gezielten Therapie kommen häufig Standardverfahren zum Einsatz, die individuellen Anforderungen nicht gerecht werden und Komplikationsrisiken bergen.

3. Eine den neuesten Erkenntnissen entsprechende technische Ausstattung der Praxis bzw. Klinik ist nicht immer vorhanden. Auch wichtige hygienische Bedingungen (z. B. separierter OP-Trakt mit Reinluftsystem) werden oft nicht hundertprozentig erfüllt.

4. Vorsicht vor falschem Material! Ein wesentlicher Faktor in der Kalkulation von Billig-Implantationen ist die Verwendung von Produkten unklarer Herkunft, die nicht die Qualitätsnormen etablierter Implantatsysteme erfüllen. Hochwertige und langfristig nutzbare Produkte können aber nicht billig sein: In Deutschland machen die Materialkosten in der Regel mehr als die Hälfte der Gesamtkosten einer Versorgung mit Zahnimplantaten aus.

5. Jeder verantwortungsbewusste Implantologe pflegt eine intensive Zusammenarbeit mit dem oder den Kollegen, die die prothetische Versorgung übernehmen. Ob dies bei Zahnimplantationen insbesondere in weiter entfernten Ländern immer der Fall ist, kann der Patienten oft nicht herausfinden.

6. Mangelnde Nachsorge: Wesentlicher Bestandteil einer seriösen Zahnimplantation ist die konsequente und fachgerechte Nachsorge durch den behandelnden Arzt. Er kann auch mögliche kleinste Komplikationen frühzeitig feststellen, weil er seinen Patienten, dessen Therapie und die individuelle Mundsituation aus Erfahrung bestens kennt. Bei Zahnimplantationen im Ausland würde dies mehrere Reisen pro Jahr erfordern – oder den Check durch einen anderen Behandler in Deutschland, der den Patienten vielleicht zum ersten Mal sieht.

7. Garantieversprechen werden unter Umständen nicht eingehalten. Wenn sich nach der Rückkehr nach Deutschland Probleme einstellen und hier kurzfristig eine Behandlung erforderlich wird, gilt eine im Ausland gegebene Garantie meist nicht mehr. Der Patient muss dann zusätzliche Behandlungskosten tragen. Diese Handicaps gelten erst recht bei möglichen Behandlungsfehlern. Die Haftung dafür vor einem ausländischen Gericht einzuklagen, dürfte ein kompliziertes und langwieriges Verfahren werden – mit zweifelhaften Erfolgsaussichten.

ECDI-Zentren in Europa – Teil eines ambitionierten Qualitätsverbunds

Die Kliniken und Praxen der ECDI-Ärzte im europäischen Ausland erfüllen dieselben hohen, selbstauferlegten Ansprüche wie ihre Kollegen in Deutschland. Sie haben sich verpflichtet, geprüfte und transparente Qualität in der Zahnimplantologie anzubieten. Sie sind einer leitliniengerechten und wissenschaftlichen Therapie verpflichtet und stehen in einem permanenten Austausch untereinander.

Auf regelmäßigen Treffen und Weiterbildungsveranstaltungen werden wissenschaftlich relevante Neuigkeiten und praktische Erfahrungen diskutiert.

Von der Kompetenz, von der Erfahrung und vom Austausch der ECDI-Ärzte profitieren Patienten europaweit.