Die Kosten für einen Knochenaufbau



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Durch Knochenaufbau können auch in Behandlungssituationen mit geringem Knochenangebot Implantatversorgungen ermöglicht werden. Das vorhandene Knochenangebot kann durch verschiedene Operationstechniken in der Breite und in der Höhe verbessert werden. Hierbei können verschiedene Materialien zum Einsatz gelangen wie eigener Knochen (entweder aus dem Bereich der Kiefer – z.B. aus dem Kieferwinkel entnommen, oder aus entfernten Körperregionen wie dem Beckenkamm) oder Knochenersatzmaterial. Knochenersatzmaterial kann aus natürlichen Quellen (z.B. Spenderknochen oder Rinderknochen) oder synthetisch gewonnen werden. Knochenersatzmaterial ist kostengünstig und in großer Menge einfach verfügbar.

Ein Kieferaufbau mit künstlichem Knochenersatzmaterial (alloplastisches Knochenersatzmaterial) ist z.B. der „Sinuslift“ bzw. die Sinusbodenaugmentation:

Sinuslift

Eigener Knochen ist durch die Entnahmeoperation kostenaufwändiger. Bei Entnahme und Transplantation von Beckenkammknochen kann ein kurzer stationärer Aufenthalt und im Rahmen des Eingriffs auch eine Narkose erforderlich werden.

Ein Knochenaufbau mit eigenem Knochenmaterial (autologes Knochentransplantat) ist z.B. die Kieferkamm-Augmentation:

Knochenaufbau

Häufig muss der Knochenaufbau der Implantation als gesonderter Behandlungsschritt vorausgehen. Inwieweit ein Knochenaufbau erforderlich ist, ergibt sich aus der Untersuchung und Diagnostik im Rahmen der Beratung und Therapieplanung.

Die Kosten sind planbar

Der Kostenaufwand kann im Einzelfall stark variieren. Die Kosten hängen von der gewählten Technik und dem Material ab. Ein erfahrener Behandler kann die am besten geeignete Methode und die damit verbundenen Kosten des Knochenaufbaus in einem engen Rahmen abschätzen. Die schriftliche Kostenschätzung vor Behandlungsbeginn sorgt für eine maximale Transparenz.

Welche Kosten des Knochenaufbaus übernehmen die Versicherungen?

Private Versicherungen übernehmen die Kosten des Knochenaufbaus im Rahmen des individuellen Tarifs. Bei gesetzlichen Krankenversicherungen führt ein erforderlicher Knochenaufbau nicht zu einer Erhöhung des Festzuschusses.
Aufwändige Techniken zum Knochenaufbau wie z.B. die Transplantation von Beckenkammknochen setzen eine Narkose voraus. Die Narkoseleistungen sind in diesem Zusammenhang ebenfalls eine Privatleistung.

Insbesondere bei stationären Behandlungen sollte eine Leistungszusage der Versicherung eingeholt werden. Viele Patienten haben neben der gesetzlichen Krankenversicherung eine private Zusatzversicherung für stationäre Behandlungen abgeschlossen. Wenn diese Zusatzversicherung jedoch nur private Leistungen absichert, die auch von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden, kann eine Kostenübernahme der stationären Behandlung von der privaten Zusatzversicherung abgelehnt werden.

In einigen seltenen Fällen können auch die gesetzlichen Krankenversicherungen leistungspflichtig und zur Übernahme der Behandlungskosten heran gezogen werden. Dies kann der Fall sein, wenn z.B. durch schwere Unfälle, angeborene Fehlbildungen (z.B. Kieferspalten), Tumorerkrankungen oder sehr große Zysten ausgedehnte Knochendefekte vorliegen und eine konventionelle prothetische Behandlung nicht möglich ist. Diese Ausnahmesituationen sind sehr selten. Die Entscheidung, ob eine solche Ausnahmeindikation vorliegt wird vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen durch eine Begutachtung des Einzelfalls geprüft und festgelegt.