Ausgeschlagener Zahn – so wächst er wieder an
18.03.2011
Implantologen raten: Zahnrettungsbox hilft
Es passiert beim Sturz mit dem Fahrrad, beim Unfall im Haushalt, beim Gerangel auf dem Schulhof: Einmal nicht aufgepasst – schon ist ein Schneidezahn ausgeschlagen oder abgebrochen. Was viele nicht wissen: Oft lässt sich der Zahn wieder einsetzen. Voraussetzung ist allerdings, dass keine Zeit verloren wird. Schon 30 Minuten können zu lang sein.
„Eine Reimplantation bzw. ein Einheilen kann bereits nach dieser kurzen Zeitspanne schwierig bis unmöglich sein“, berichtet der Kieferchirurg und Implantologe Dr. Dr. Thomas Müller-Hotop aus München. Viele Patienten brächten den abgebrochenen oder ausgeschlagen Zahn in ein Taschentuch eingewickelt mit in die Praxen. Eine solche „Verpackung“ sei aber ungeeignet, weil sie das Absterben der Zahnzellen nicht verhindere, so Dr. Müller-Hotop, der Mitglied in der Vereinigung European Centers for Dental Implantology (ECDI) ist. Darin sind 17 Zentren aus Deutschland sowie weitere Zentren in Österreich und der Schweiz zusammengeschlossen.
Ist keine ausreichende Menge an lebenden Zellen in der Wurzelhaut mehr vorhanden, kann der Zahn nicht mehr dauerhaft einheilen.
Dr. Müller-Hotop empfiehlt den Einsatz einer sogenannten Zahnrettungsbox – ein Schraubglas aus Kunststoff, das eine besondere Nährlösung enthält. Der ausgeschlagene oder abgebrochene Zahn „überlebt“ darin bis zu 24 Stunden; Zeit genug, um einen kompetenten Zahnarzt aufzusuchen. Damit steigen nicht nur die Chancen auf Rettung des Zahns. Auch mögliche langwierige und kostenintensive Folgetherapien ließen sich so vermeiden.
Weitere Informationen zur Zahnrettung: www.zahnimplantate.com


