Weiße Zähne durch Spezial-Zahnpasten? Experten sind skeptisch
26.01.2011
Weiße Zähne durch Spezial-Zahnpasten? Experten sind skeptisch
Zahnärzte reagieren - Reaktion auf Stiftung-Warentest-Ergebnisse. Der Traum von einem strahlend weißen Gebiss lässt die offenbar immer mehr Verbraucher nach einer Spezial-Zahnpasta greifen, die blendend weiße Zähne verspricht. „Gute“ bis „sehr gute Ergebnisse“ bescheinigt die Stiftung Warentest mehreren Spezial-Zahnpasten – allerdings nur dann, wenn es um die Entfernung von Flecken und Belägen geht. Die in der Zahnpasta vorhandenen Putzkörper können nämlich im besten Fall das Aussehen in Richtung der ursprünglichen Zahnfarbe verbessern – mehr nicht.
Wer dennoch glaubt, dass häufiges Zähneputzen mit diesen Pasten tatsächlich ein attraktives Weiß bewirkt, kann seinen Zähnen sogar schaden, warnt Dr. Bernhard Drüke Oralchirurg und Implantologe aus Münster von der Vereinigung European Centers for Implantology
„Wer Zähne mit einem bereits angegriffenen Zahnschmelz besitzt, insbesondere durch freiliegende Zahnhälse oder zurückgewichenes Zahnfleisch bedingt, läuft Gefahr, den Zahnschmelz möglicherweise irreparabel zu schädigen.“
Auch der übermäßige Einsatz dieser Spezialpasten kann gefährlich werden: Dr. Drüke berichtet von Fällen, in denen sich Patienten teilweise bis zu zehn Mal täglich die Zähne mit solchen Spezial-Pasten putzten, um quasi mit Gewalt den erhofften Farbeffekt zu erzielen. Der Abrieb durch die in der Pasta vorhandenen so genannten Abrasivstoffe (Abriebstoffe) sei dann so groß, dass der Zahnschmelz auch gesunder Zähne beschädigt werden könne. Dr. Drüke rät, bei sehr häufigem Benutzen der Weißmacher-Zahnpasta auf jeden Fall vorher seinen Zahnarzt zu kontaktieren. Der könne sofort feststellen, ob der Zahnschmelz gesund ist. Zudem wisse er auch, welche Zahnpasta individuell die beste für den Patienten sei.
Wirkliche Abhilfe bei gelben Zähnen, so Dr. Drüke, verschaffe nur eine professionelle Zahnaufhellung durch den Facharzt.
Mehr über weiße Zähne: www.zahnimplantate.com


