Das Design von Zahnimplantaten für schöne und neue Zähne

Neue Zähne durch natürlichen Zahnersatz, Zahnlücken schließen ohne Zahnsubstanz zu opfern.

Das Design von modernen Zahnimplantaten für die ‚neuen Zähnen’ ist dem Aufbau der natürlichen Zähne nachempfunden. Auf diese Weise gleichen sie die mit einer Zahnlücke einhergehenden Nachteile in ästhetischer wie praktischer Hinsicht effektiv aus. In der Regel bestehen sie hierbei aus drei Komponenten: 

  • Künstliche Zahnkrone: Dieser Teil bildet den eigentlichen, ‚neuen’ Zahn und sitzt auf der künstlichen Zahnwurzel. Optisch wie funktional lassen sich Implantatkronen bzw. Kunstzähne heute kaum noch von natürlichen Zähnen unterscheiden und schließen somit die Zahnlücke (-n).

  • Verbindungsstück: Ein schmaler Stift aus Keramik oder Titan, der den Kunstzahn und den Implantatkörper zusammenhält.

  • Implantatkörper: Die eigentliche künstliche Zahnwurzel. Sie ist meist zylindrisch geformt und wird direkt im Kieferknochen befestigt. Der Implantatkörper formt die Basis bzw. das Fundament für die später aufgesetzte Suprastruktur. 


Es existieren auch Modelle, bei denen das Verbindungsstück im Implantatkörper bereits integriert ist – diese bezeichnet man dann als einteilige Implantate (im Gegensatz zu den ‚zweiteiligen’). Allerdings bieten solche Implantatkörper nur wenig Freiraum bei der Auswahl des Zahnersatzes. Sie sind daher weitaus weniger üblich.

Die künstlichen Wurzeln können ca. acht bis sechzehn Millimeter lang sein. Die Wahl des Implantattyps sowie die Länge werden von zwei wichtigen Faktoren bestimmt: 1. der Position im Mund und 2. dem Knochenangebot des Kiefers. Vor allem Letzteres ist oft entscheidend für den Verlauf einer Implantatversorgung bzw. deren grundsätzlicher Durchführbarkeit. Nur wenn genügend Knochenmaterial vorhanden ist, finden die Implantate bzw. die ‚neuen Zähnen’ den nötigen Halt im Kiefer und schließen damit sowohl aus ästhetischer wie funktioneller Sicht die entstandene Zahnlücke.

Die zwei Ebenen des Zahnimplantats für die Zahnlücke: Das Makro- und das Mikro-Design

Grundsätzlich kann bei Zahnimplantaten für ‚neuen Zähne’ zwischen dem Makro- und Mikro-Design unterschieden werden. Das Makro-Design fokussiert die äußere Form des Implantats. Das Mikro-Design betrifft die Ausgestaltung der Implantatoberfläche auf der mikroskopischen Ebene. Beide Aspekte sind für den Halt im Kieferknochen bedeutsam.

Das Makro-Design

Zahnimplantatkörper bedürfen besonderer Vorrichtungen, damit sie fest im Kiefer justiert werden können und eine Zahnlücke optimal schließen. Derlei Ausformungen der Außenfläche bezeichnet man in der Zahntechnik als ‚makroskopische Retentionen’, die für die sogenannte Primärstabilität von großer Bedeutung sind. Heutzutage weisen die meisten künstlichen Zahnwurzeln dazu feine Schraubengänge und -gewinde auf, die einen möglichst festen Sitz im Knochen ermöglichen sollen. Früher gab es diverse Modelle: So konnten die Implantatkörper auch mit speziellen Löchern/Perforationen und Flügeln versehen sein, die ein Einwachsen in den Kiefer erleichtern sollen. Diese Konzepte wurden zugunsten der schraubenförmigen Zahnimplantate die idealerweise primärstabil eingebracht werden, aufgegeben. Auf die rein mechanische Stabilisierung des Zahnimplantats folgt  dann die vollständige körperliche Integration am Ende der Einheilzeit (auch  als Osseointegration bezeichnet).

Das Mikro-Design

Die mikroskopische Struktur der Implantatsoberfläche kann großen Einfluss auf den Einheilungsprozess sowie die Stabilität insgesamt nehmen: Je mehr ‚Anknüpfungspunkte’ für den Kieferknochen bestehen, desto eher wächst dieser an das Zahnimplantat an. Eine zahntechnische Bearbeitung des Implantatkörpers hat auf der Mikro-Ebene daher vor allem ein Ziel: Die mikroskopischen Flächen, die sich für die Verbindung mit dem Knochen eignen, zu vergrößern. 

So lässt sich die biologische Integration des Implantats fördern und den ‚neuen Zähnen’ Halt geben. Dazu kann die Struktur des Materials etwa mit bestimmten Säuren oder einem Sandstrahl behandelt (‚aufgeraut’) oder speziell beschichtet werden.

Das Ergebnis: die Zahnlücke wird durch schöne neue Zähne sowohl funktional als auch ästhetisch optimal geschlossen.

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