Häufig gestellte Fragen

  • Was ist eine Periimplantitis?

    Die Periimplantitis ist eine Erkrankung, die bei Trägern von Implantaten auftreten kann. Sie ähnelt der Parodontitis des natürlichen Zahnes. Eine Periimplantitis geht einher mit der Entzündung und dem Rückgang von Schleimhaut – periimplantäre Mukositis – und Knochen – Periimplantitis – im Bereich eines oder mehrerer Implantate und führt unbehandelt unweigerlich zum Verlust des Implantates.

  • Kann ich nach einer Implantation sofort wieder arbeiten gehen?

    Wie bei anderen zahnmedizinischen Eingriffen können auch nach einer Implantation Schwellungen und leichte Schmerzen auftreten. Die meisten Patienten sind jedoch am nächsten Tag wieder einsatzfähig. In selteneren Fällen kann ein Bluterguss im Gesicht auftreten.

  • Wie lange dauert die Behandlung?

    Dies ist von Fall zu Fall unterschiedlich, abhängig vom Umfang der Therapie. In der Regel ist die Behandlung nach sechs bis neun Monaten abgeschlossen.

  • Was sind Zahnimplantate?

    Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln die direkt in den Kieferknochen eingesetzt werden. Auf diese Weise geben sie der sogenannten Überkonstruktion, d.h. den neuen Zahnkronen, festen Halt. Ästhetisch wie funktional stehen sie den echten Zähnen kaum in etwas nach. Sie bestehen heute in der Regel aus körperverträglichen Materialien wie hochreinem Titan oder auch Keramik. Ihr Anwendungsgebiet ist breit gefächert: Ob fehlender Einzelzahn oder die Totalversorgung – Zahnimplantate sind bei einer Vielzahl von Indikationen eine sehr gute Lösung.

  • Für wen sind Zahnimplantate geeignet? Gibt es Einschränkungen?

    Grundsätzlich können Zahnimplantate bei allen Patienten ab 18 Jahren eingesetzt werden – vorausgesetzt, genügend Kieferknochenmaterial ist vorhanden. Zu Beginn der Planungsphase werden daher entsprechende Röntgenaufnahmen erstellt. An Hand dieser muss Ihr/Ihre Zahnarzt/ärztin das Knochenangebot Ihres Kiefers überprüfen. Der Grad des Knochenabbaus bei verlorenen Zähnen hängt stark davon ab, wie lange die Lücke schon besteht. Daneben spielt auch die individuelle Ernährungs- und Lebensweise eine wichtige Rolle.

  • Ist das Setzen von Zahnimplantaten schmerzhaft?

    Die Implantation selbst verläuft i.d.R. schmerzfrei. Da es sich meist um nur kleine, unkomplizierte Eingriffe handelt, reicht häufig eine örtliche Betäubung aus. Sollten nach der Operation Beschwerden auftreten, können diese meist mit einfachen Schmerzmitteln (Analgetika) sowie kühlenden Kompressen gelindert werden.

  • Wie lange dauert die Einheilphase bei Zahnimplantaten? Gibt es eine provisorische Lösung?

    Bevor die Zahnimplantate den neuen Zahnersatz tragen können, bedarf es einer Einheilphase von ca. zwei bis sechs Monaten. Wenn umfangreichere Knochenaufbaumaßnahmen notwendig werden, kann sich die Regenerationszeit auf bis zu neun Monate verlängern. Die exakte Dauer ist aber von Fall zu Fall unterschiedlich. Die Einheilung bei Implantationen von Zahnimplantaten im Oberkiefer nimmt meist etwas mehr Zeit in Anspruch, da dieser eine geringere Knochendichte aufweist. Für den Zeitraum der Einheilung erhalten Sie eine provisorische Versorgung. Dieser vorläufige Zahnersatz ist dabei so konstruiert, dass eine Beschädigung der Implantate bzw. der Wundnähte vermieden wird.

  • Was sind Sofort-Zahnimplantate? Für wen sind diese geeignet?

    Unter einer Sofortimplantation versteht man das Setzen eines Implantates direkt im Anschluss an eine Zahnentfernung. Es wird sozusagen in das natürliche Zahnfach, wo einst die Zahnwurzel stand, implantiert. Das hat den Vorteil, dass man sich eine Sitzung spart und die Position für das zu setzende Implantat schon vorgegeben ist.

    Die Sofortimplantation kann jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen durchgeführt werden. Es darf keine Entzündung am zu entfernenden Zahn vorliegen und der Kieferknochen muss intakt und in ausreichendem Maße vorhanden sein. Deshalb kommt eine Sofortimplantation häufig besonders nach Unfällen in Frage, wo der Zahn schwer beschädigt wurde und damit nicht mehr erhaltungswürdig ist, die zahnumgebenden Strukturen allerdings noch gesund und intakt sind.

  • Was bedeutet Knochenaufbau im Vorfeld einer Zahnimplantation?

    Zahnimplantate können nur dann festen Halt im Kiefer finden, wenn dieser eine ausreichende Knochendichte aufweist. Mit Knochenaufbaumaßen (Augmentationen) kann fehlendes Knochenmaterial in einem kleinen chirurgischen Eingriff wieder „aufgefüllt“ werden. Dabei können unterschiedliche Techniken und Materialien zur Verwendung kommen. Die Durchführung von Knochenaufbaumaßnahmen ist für das Setzen von Zahnimplantaten absolut notwendig, wenn das vorhandene Knochenmaterial nicht ausreichen sollte!

  • Welches Material wird beim Knochenaufbau verwendet?

    Für Knochenaufbaumaßnahmen kann eigenes Knochengewebe verwendet werden. Dieses wird entweder aus der Kieferregion oder dem Beckenkamm gewonnen. Daneben wird auch tierisches und/oder pflanzliches Material eingesetzt. Zudem stehen heute synthetische Produkte aus Calcium-Phosphat zur Verfügung, die in ihrem Aufbau echten Knochen sehr ähnlich sind.

  • Wie lange halten Zahnimplantate?

    Idealerweise halten Zahnimplantate ein Leben lang. Allerdings hängt der langfristige Erfolg der Zahnimplantate von einer gewissenhaften wie effektiven Mund- und Implantat-Hygiene ab. Es ist daher ratsam, die Überkonstruktion gründlich mit den entsprechenden Hilfsmitteln zu reinigen. Neben der intensiven Implantat-Pflege zu Hause ist die regelmäßige Durchführung der professionellen Zahnreinigung (PZR) empfehlenswert. Halten sie auch die mind. halbjährlichen Kontrolltermine bei Ihrem/Ihrer Zahnarzt/ärztin ein.

  • Wer fertigt den Zahnersatz auf den eigentlichen Zahnimplantaten?

    Die Zahnkronen und/oder Zahnbrücken, die auf die Zahnimplantate aufgesetzt werden, fertigt der Zahntechniker im Dentallabor an. Das gewählte Zahnersatzmodell wird hierbei ganz auf Ihre individuelle Mund- und Kiefersituation angepasst.

  • Was kosten Zahnimplantate?

    Die Implantatkosten hängen ganz vom Individualfall ab. Pauschale Preisangaben sind daher kaum möglich. Bei der Berechnung sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: So spielen Aufwand und Umfang der Versorgung, das gewählte Implantatsystem aber auch das verwendete Material eine entscheidende Rolle. Weiter unterscheiden sich die Preise für Seiten- und Frontzahnimplantate.

  • Was bezahlt die Krankenkasse?

    Zu welchem Umfang die anfallenden Kosten getragen werden, hängt ganz davon ab, ob Sie privat oder gesetzlich krankenversichert sind. Gesetzliche Krankenkassen decken eine Implantat-Versorgung meist nicht ab. Allerdings sind zu einem begrenzten Maße pauschale Zuschüsse möglich. Privatversicherte können sich in Abhängigkeit ihres Versicherungstarifs die Behandlungskosten erstatten lassen. Interessant können auf lange Sicht auch sog. Zahnzusatzversicherungen sein. Allerdings sind hier Sperrfristen etc. zu beachten, bevor eine Erstattung erfolgen kann.