Was ist ein PKV-Basistarif?



Der PKV-Basistarif wurde am 01.01.2009 vom Gesetzgeber eingeführt und ist ein Produkt, das Abhilfe für bestimmte Sonderfälle bei Privatversicherten schaffen soll. Tritt der Fall auf, dass einem Privatversicherten ein interner Tarifwechsel nicht weiterhilft und auch nicht die Möglichkeit der Rückkehr in eine gesetzliche Krankenkasse besteht, kann ein Basistarif gewählt werden. Dieser ist an die Leistungen und Vorgaben der gesetzlichen Krankenversicherung angepasst und bietet somit nicht das hochwertige Schutzpaket der typischen PKV-Tarife.

Eine Gesundheitsprüfung ist für den Wechsel in den Basistarif nicht notwendig. Und: Ist der Versicherte älter als 55 Jahre, muss der Anbieter der PKV dem Wunsch des Patienten auf einen Wechsel in den Basistarif immer nachkommen. Der Abschluss von Zusatzversicherungen und die Selbstbeteiligung sind auch im Basistarif möglich.

Wie hoch sind die Beiträge im PKV-Basistarif?

Anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist die Höhe des Beitrages im PKV-Basistarif grundsätzlich abhängig vom Alter des Versicherten. Die Beitragshöhe setzt sich zusammen aus dem Höchstbeitrag der GKV plus dem durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz der Krankenkassen, beträgt aber maximal 682,95 Euro pro Monat (Stand 2017). Die zu zahlende Summe bleibt in der Höhe bestehen, auch wenn z.B. das Einkommen des Versicherten im Rentenalter sinkt.

Lassen sich mehrere Personen in demselben PKV-Basistarif versichern?

Nein. Jede versicherte Person muss ihren eigenen Beitrag zahlen. Das gilt auch für Ehepaare. Für Kinder und Jugendliche werden gesonderte Beiträge erhoben. Diese fallen geringer aus und liegen derzeit bei ungefähr 250 Euro pro Monat.

Hier unterscheidet sich der Basistarif von der gesetzlichen Krankenversicherung, in der Ehepartner und Kinder ohne eigenes Einkommen stets beitragsfrei mitversichert sind.