Zahnzusatzversicherung für Kinder



Ungefähr jedes zweite Kind leidet unter einer Fehlstellung seiner Zähne und benötigt eine kieferorthopädische Behandlung. Hier kann der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung sinnvoll sein, denn die Gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten nur, wenn eine ausgeprägte Fehlstellung vorliegt und selbst dann werden nur maximal 80 % der medizinischen Grundversorgung erstattet.

Im Gegensatz dazu übernehmen viele Zahnzusatzversicherungen die Behandlungskosten schon bei nur leichten Zahnfehlstellungen zu einem Großteil.

Welche Leistungen sollte die Versicherung bei Kindern abdecken?

Neben der Übernahme einer kieferorthopädischen Behandlung sollten auch Zahnbehandlungen und Prophylaxe-Maßnahmen von der Versicherung abgedeckt werden. Leistungen für Zahnersatz hingegen sind im Kindes- und Jugendalter meist noch nicht notwendig, sodass im Tarif darauf verzichtet werden kann.

Kieferorthopädie

Die Zahnfehlstellungen werden in 5 kieferorthopädische Indikationsgruppen (KIG) eingeteilt. KIG 1 und 2 bezeichnen eine leichte und mittelgradige Fehlstellung. Hierfür würde die Gesetzliche Krankenkasse keine Behandlungskosten übernehmen. Erst ab KIG 3 (ausgeprägte Fehlstellung) wird ein Teil der Behandlung erstattet, allerdings ausgehend von einer einfachen Grundversorgung, die häufig für den Patienten nicht zufriedenstellend ist.
Kieferorthopädische Behandlungen sollten daher unbedingt im Tarif der Zahnzusatzversicherung enthalten sein.

Er sollte möglichst viele Indikationsgruppen abdecken und besonders hohe Leistungen in KIG 3 bis KIG 5 aufweisen, da diese Fehlstellungen sehr häufig und in der Behandlung kostspielig sind. Der Tarif sollte hier auch Mehrkosten übernehmen, die über dem gesetzlichen Schutz liegen. Hierzu zählen z.B. Mini-Brackets oder durchsichtige Invisalign-Schienen.

Zahnbehandlung

Auch Zahnbehandlungen sollten unbedingt im Tarif mit abgedeckt sein. Schon im Kleinkindalter ist das Risiko der Kariesbildung durch regelmäßiges Nuckeln an Flaschen mit zuckerhaltigen Säften oder Milch stark erhöht. Wird die Karies nicht rechtzeitig behandelt, kann es zum frühzeitigen Verlust der Zähne und nachfolgend einer Fehlstellung angrenzender Zähne kommen oder die Karies der Milchzähne überträgt sich auf die darunterliegenden bleibenden Zähne und schädigt sie. Daher ist neben einer Prophylaxe eine rechtzeitige Therapie von großer Bedeutung. Nach einer Entfernung der Karies ist dann häufig eine Füllung notwendig. Da die Gesetzliche Krankenkasse nur eine Amalgamfüllung bezuschusst, ist hier ein leistungsstarker Tarif notwendig, der auch alternative Materialien wie Kunststoff erstattet. Auch die Kostenübernahme für eine Wurzelbehandlung und Parodontitis-Therapie sollten im Vertrag enthalten sein.

Prophylaxe

Wichtig – nicht nur bei Erwachsenen – ist eine regelmäßige Professionelle Zahnreinigung im Kindes- und Jugendalter, um Karies und Parodontitis vorzubeugen. Hier werden die weichen und harten Zahnbeläge entfernt, die mit dem häuslichen Putzen nicht bekämpft werden können. Besonders, wenn Ihr Kind eine Zahnspange trägt, ist die Prophylaxe wichtig, da sich Beläge noch früher bilden und ausbreiten können.

Der Tarif sollte daher einen Großteil der Kosten für die Prophylaxe übernehmen. Meist wird in den Verträgen eine jährliche Höchstsumme angegeben, bis zu der die Kosten für die Prophylaxe erstattet werden.
Auch das Versiegeln der Vertiefungen in der Kaufläche der Zähne (Fissuren) ist eine prophylaktische Maßnahme, die der Kariesbildung vorbeugen soll. Die Gesetzlichen Krankenkassen übernehmen hier lediglich die Versiegelung der hinteren Backenzähne. Aber auch die vorderen Backenzähne (Prämolaren) sollten mit versiegelt werden und daher die Kosten dafür im Tarif übernommen werden.

Worauf muss ich besonders achten?

1. Die Zahnzusatzversicherung für Ihr Kind sollte bereits vor einer zahnärztlichen Diagnose abgeschlossen werden, da sonst die Kostenerstattung gefährdet ist.

2. In vielen Tarifen für Erwachsene sind kieferorthopädische Leistungen sehr teuer und häufig nicht mehr notwendig. Deshalb sollten Sie den Vertrag Ihres Kindes ab dem 21. Lebensjahr überprüfen und eventuell zu einem Vertrag wechseln, der anstelle der kieferorthopädischen Leistungen vermehrt Zahnersatz-Leistungen enthält.

3. Vergewissern Sie sich, dass der Tarif für Mehrkosten bei speziellen Zusatzwünschen, wie z.B. Keramik-Brackets aufkommt und wo genau die Erstattungsgrenzen des Tarifs liegen.

Um schließlich den passenden Tarif für Ihr Kind zu finden, hilft nur ein individualisierter Vergleich auf einschlägigen Portalen. Wir empfehlen den kostenlosen Zahnzusatzverischerung-Vergleich auf unserem Partnerportal, wo Sie kompetent und in kurzer Zeit den richtigen Tarif finden.

Zahnzusatzversicherung für Kinder?