Marylandbrücken



Die Marylandbrücke, die auch Klebebrücke oder Adhäsivbrücke genannt wird, kommt vor allem zum Einsatz, wenn eine kleine Lücke im Gebiss geschlossen werden muss. Sie ist besonders geeignet für den Bereich der Frontzähne, werden aber meist nur als Provisorium eingesetzt, etwa nach der Zahnextraktion – zur Überbrückung bis zur Implantation.

Die Marylandbrücke wird vor allem bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt: Deren Knochenwachstum ist noch nicht abgeschlossen, weshalb nicht gleich implantiert werden kann und auch das Beschleifen der Nachbarzähne nicht ratsam ist.

Eigenschaften der Marylandbrücke

Die Marylandbrücke kann aus einem Metallgerüst mit elastischen Nichtedelmetalllegierungen und Kronen mit Keramikverblendung gefertigt werden, oder aber – vor allem im Bereich der Frontzähne – aus speziellem Vollkeramik.

Marylandbrücken sind eine schonende Art des Zahnersatzes von bis zu zwei Zähnen im Oberkiefer und von bis zu vier Zähnen im Unterkiefer. Jedoch sind bestimmte Voraussetzungen erforderlich, etwa eine ausreichend große Klebefläche auf den Nachbarzähnen, die als Brückenpfeiler dienen. Diese dürfen außerdem keine Karies oder größere Füllungen aufweisen. In manchen Fällen ist es möglich, die Brückenkonstruktion mit nur einer konventionellen Krone auf einem Nachbarzahn und einer Klebebefestigung auf dem anderen Nachbarzahn zu fertigen.

Im Vergleich zu anderen Zahnbrücken weisen Marylandbrücken in der Regel eine kürzere Haltbarkeit auf. Sie lassen sich nach der Ablösung in den meisten Fällen zwar wieder befestigen, jedoch schwindet die Tragedauer anschließend weiter.