Stegprothesen



Stegprothese

Stegprothesen gehören zum sogenannten kombinierten Zahnersatz, das heißt, sie bestehen aus einem fest verankerten und einem herausnehmbaren Element, die miteinander verbunden sind. Sie können sowohl im Unter- als auch im Oberkiefer eingesetzt werden.

Ihren festen Sitz erhalten Stegprothesen dank der Technik, die Implantate durch einen Metallsteg zu verbinden. So entsteht eine sichere Einheit, auf welcher der herausnehmbare Zahnersatz Halt findet.

Stegprothesen auf Implantaten

Früher wurden für die Versorgung mit einer Stegprothese die umliegenden natürlichen Zähne verkront und als Träger für eine Vollprothese eingesetzt; heute ist die Verankerung der Vollprothese auf Implantaten der gängige Vorgang, insbesondere bei kompletter Zahnlosigkeit eines Kiefers. Sind noch natürlich Zähne vorhanden, die als Pfeiler dienen können, bietet sich vielmehr die Eingliederung einer Teleskopprothese an.

Für die implantatgetragene Versorgung mit einer Stegprothese sind mindestens zwei Implantate nötig, klassisch werden jedoch vier Implantate in den Kiefer eingebracht, wo sie die Funktion künstlicher Zahnwurzeln einnehmen und maximale Stabilität bewirken.

Anschließend werden die Implantate mit dünnen Metallstäben verbunden. Auf diesen wird dann eine herausnehmbare Prothese befestigt. Die Stegverbindung verblockt die Elemente unmittelbar nach der Versorgung, sodass die Implantate selbst bei hoher Sofortbelastung unbeweglich bleiben.

Vorteile von Stegprothesen auf Implantaten

  • bewährte Methode des implantatgetragenen kombinierten Zahnersatzes
  • geringes Risiko von Platzierung der Implantate Bereich der Frontzähne
  • Möglichkeit der Sofortbelastung und Sofortversorgung
  • Reparaturmöglichkeit
  • Erweiterbarkeit möglich

Nachteile von Stegprothesen

  • zahntechnisch aufwendiger als konfektionierte Halteelemente (kostenintensiver)
  • relativ ungünstige Reinigung
  • bei zwei Implantaten Kippen der Prothese möglich
  • spürbar im Mund (»Prothesengefühl«)
  • bei zu großer Spannung des Stegs Risiko der Periimplantitis, Schraubenlockerung, Bruch der Implantate
  • Verschleiß der Stegreiter (verminderter Halt)